Oldtimerfreunde der Memminger Feuerwehr ziehen Bilanz
Der historische Löschzug der Memminger Feuerwehr mit Fahrzeugen aus den 50er Jahren sowie das entstehende Museum in der Alten Feuerwache am Ratzengraben standen im Mittelpunkt der gut besuchten Jahresversammlung der „Interessengemeinschaft alter Memminger Feuerwehrfahrzeuge e.V.“.
Vorsitzender Rainer Dietrich berichtete über zahlreiche Ereignisse des letzten Jahres und gab einen Ausblick auf Projekte des Vereins, der aktuell 108 Mitglieder zählt.
Zu Beginn stand das Gedenken an verstorbene Vereinsmitglieder, wobei der Tod von Karl Reicherseder eine sehr schmerzliche Lücke hinterlässt. Der Verstorbene war 35 Jahre aktives Vereinsmitglied, Ideengeber, Spendenbeschaffer und hervorragender Handwerker.
Die roten Oldtimer erwiesen sich auch im letzten Jahr als sympathische Botschafter der Stadt Memmingen und ihrer Feuerwehr. Der gesamte Löschzug oder Einzelfahrzeuge waren bei Veranstaltungen in Ottobeuren, Breitenbrunn und Winneden präsent. Das Shelterfest der Traditionsgemeinschaft und „Memmingen blüht“ sind mittlerweile fixe Termine im Veranstaltungskalender, bei denen zahlreiche Besucher großes Interesse an den Fahrzeugen zeigten.
Auf dem Gelände der Landesgartenschau gab es zudem eine Fotosession mit den historischen und aktuellen Einsatzfahrzeugen der Memminger Feuerwehr.
Damit die Oldtimer technisch und optisch in einwandfreiem Zustand sind, kümmern sich der technische Leiter Adolf Fackler und seine Mannschaft. Durch regelmäßige Wartungen, Kundendienste und TÜV-Abnahmen befinden sich alle Fahrzeuge in einem fahrbereiten Zustand. Dank der umfangreichen Restaurierungen der vergangenen Jahre haben sie zudem ein nahezu fabrikneues Aussehen.
Rainer Dietrich berichtete ausführlich über die Entstehung des „Reinschau-Museums“ in der Alten Feuerwache. Das Museum wird mittlerweile auch als Highlight einer speziellen Stadtführung unter dem Motto „Feuer und Flamme“ angeboten. Seit einem Jahr waren Vereinsmitglieder und insbesondere die „Schraubergruppe“ in Eigenleistung mit der aufwendigen Komplettsanierung zweier Garagen am Ratzengraben beschäftigt.
Nach unzähligen Arbeitsstunden und mit viel handwerklichem Geschick war es zum Jahreswechsel endlich soweit: Zahlreiche Feuerwehrgerätschaften der letzten Jahrzehnte fanden ein neues Zuhause. Handdruckspritzen, Tragkraftspritzen, Hydranten, Schläuche, Strahlrohre und alte Uniformen haben jetzt einen angemessenen Platz gefunden.
In den Vitrinen können eine Puppenfeuerwehr und Modellfahrzeuge bestaunt werden. Mit dem Memminger Stadtmuseum hat sich eine sehr gute Kooperation ergeben. Mehrere historische Ledereimer zum Löschen und je eine Feuerspritze aus den Jahren 1777 und 1804 wanderten als Leihgabe von einem Depot in das Feuerwehrmuseum.
Ein besonderes Lob erhielt Theo für die interessante Vereinshomepage mit hohen Zugriffszahlen, auf der die historischen Fahrzeuge und die Entwicklung des Museums vorgestellt werden.
Auch in den nächsten Monaten wird es den Oldtimerfreunden nicht langweilig werden. Sie werden mit ihrem historischen Löschzug beim Kinderfest des Klinikums, bei „Memmingen blüht“ und dem Shelterfest präsent sein. Laut Rainer Dietrich liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau des Feuerwehrmuseums und der Rückkehr ausgelagerter Fahrzeuge in die Alte Feuerwache. „Die Geschichte des Memminger Feuerlöschwesens soll lebendig bleiben. Es macht viel Spaß und Freude zu sehen, was sich seit der Vereinsgründung entwickelt hat“, sagte Dietrich in seinem Schlusswort.
Text: WM/TB
